Oberliga: Hinrunden-Zeugnis (Note 7)

Oberliga: Hinrunden-Zeugnis, Teil 1: Sport News Südtirol

SportNews präsentiert in einer dreiteiligen Serie das Halbzeit-Zeugnis, das aber noch lange nicht darüber befindet, ob eine Mannschaft am Ende die Versetzung schafft, oder ob es das Jahr zu wiederholen gilt. Im ersten Teil holen sich St. Georgen, der Bozner FC und St. Pauls ihren Leistungsnachweis ab.

St. Georgen (1. Platz, 38 Punkte)

Die „Jergina“ sind der Klassenprimus – und das nicht nur, weil sie mit 38 Punkten überlegen die Tabelle der Oberliga anführen. Sondern auch, weil sie die beste Zeugnisnote von SportNews erhalten. Einige Trainer und Vorstandsmitglieder hatten den Pusterer Traditionsklub auf dem Zettel, als sie im Sommer gefragt wurden, wer der Meisterschaftsfavorit sei. Doch die Mehrheit glaubte in Virtus Don Bosco und Levico die größten Titelanwärter ausgemacht zu haben. Sie wurden nun – zumindest nach der Hinrunde – eines Besseren belehrt. St. Georgen verfügt über den homogensten Kader aller Oberliga-Klubs, ein starkes Kollektiv zeichnet den Spitzenreiter aus. Coach Morini kann aus 18 bis 20 mehr oder weniger gleichwertigen Spielern aussuchen und seine Elf an die Eigenschaften des Gegners anpassen. Mit Thomas Piffrader hat er vorne einen Joker, der immer wieder sticht und der mit elf Treffern zum Teil schon in die großen Fußstapfen getreten ist, die ein Jack Degasperi hinterlassen hat. Der junge Angreifer ist jedenfalls eine der positivsten Überraschungen der gesamten Hinrunde.

Note: 9

Bozner FC (8. Platz, 21 Punkte)

Auf eine zufriedenstellende Hinrunde blicken die Talferstädter zurück – auch wenn die beiden letzten Partien verloren gegangen sind. Mit einer Ausbeute von 21 Punkten hat die Toccoli-Truppe 12 Zähler mehr gesammelt als vor einem Jahr zu diesem Zeitpunkt. Damit können es die „Orangenen“, die einen Großteil der Hinrunde auf ihren „Topstar“ Jack Degasperi verzichten mussten (auch Abwehrchef Bernardo Ceravolo fehlte lange verletzungsbedingt), in der Rückrunde etwas ruhiger angehen lassen als im Vorjahr. Wenn man der jungen Bozner Truppe etwas vorwerfen kann, dann die mangelnde Konstanz. Es gab überragende Auftritte, wie zum Beispiel beim 4:0-Derbysieg gegen Virtus Don Bosco. Dann kosteten Blackouts aber wieder drei sicher geglaubte Zähler, wie im Heimspiel gegen Salurn, als Max Dalpiaz in der Nachspielzeit binnen weniger Minuten das Match noch komplett drehte. Man darf gespannt sein, wie sich der Bozner FC im Frühling präsentieren wird, wenn Flavio Toccoli den „Wundersturm“ Bertoldi und Degasperi aufstellen kann.

Note: 7