Oberliga: Einer für alle, alle für einen

Keine Frage: Der Bozner FC hat im Vorjahr nicht nur die Südtiroler Fußballwelt, sondern wohl auch sich selbst überrascht. Nach einer Saison, die bis Mitte Juni angedauert und im spektakulären Oberliga-Play-Off geendet hat, gab es bei den Talferstädtern einen Umbruch.

Angefangen auf der Trainerbank (Fabio Ianeselli beerbt den abgewanderten Flavio Toccoli), über die Flügelposition (Stefan Clementi ersetzt den Neo-Paulsner Claus Drescher) bishin zur Abwehr, wo Ex-Profi Bernardo Ceravolo nach seinem Wechsel zu Obermais für Marco Primerano Platz gemacht hat. Die wohl größte Veränderung gab es aber im Sturm: Der beste Stürmer der Region, Fabio Bertoldi, hat sich nach zwei gigantischen Saisonen (insgesamt 65 Meisterschaftstore) vom Bozner FC verabschiedet und geht künftig für Levico auf Torjagd.

Bei den Talferstädtern hat sich also der größte Wandel seit vielen Jahren vollzogen. Das Produkt: Eine blutjunge Mannschaft, die es auch ohne große Namen richten soll.

Zu- und Abgänge

Zugänge: Alan Blasinger (Angriff/Haslach), Stefan Clementi (Angriff/Virtus Bozen), Marco Primerano (Abwehr/Neumarkt), Alex Galassiti (Angriff/FC Südtirol Jugend), Oliver Gasser (Abwehr/Haslach), Marian Plattner (Abwehr/FC Südtirol Jugend)

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Abgänge: Fabio Bertoldi (Angriff/Levico), Bernardo Ceravolo (Abwehr/Obermais), Claus Drescher (Angriff/St. Pauls), Matteo Tulipano (Abwehr/Ziel unbekannt), Matthias Prünster (Mittelfeld/Bubi Meran), Daniele Lazzaro (Tor/Meran)

Der Trainer
ianeselliFabio Ianeselli. Nach sechs Jahren bei der Weinstraße Süd tritt der gewiefte Taktiker beim Bozner FC ein neues Abenteuer an. Hat schon des Öfteren bewiesen, dass er mit jungem Spielermaterial gut umgehen kann. Bei der Bozner Truppe wird diese Fähigkeit gefragt sein.

 

 

Die Spieler
Emanuele Bocchio/Alan Blasinger/Stefan Clementi. Fabio Bertoldi hat mit seinem Abgang eine 30-Tore-Lücke im Angriff des Bozner FC hinterlassen. Aufgefangen soll dieser Verlust mit einer jungen Abteilung werden. Allen voran vom Trio Bocchio-Blasinger-Clementi, das im Durchschnitt zwar nur etwas älter als 19 Jahre ist, dafür aber zweifelsohne große Qualitäten hat. Bocchio erzielte im Vorjahr 13 Oberliga-Tore, Blasinger avancierte in der 1. Amateurliga mit 20 Buden zum Toptorschützen des B-Kreises, während Clementi in der höchsten regionalen Spielklasse schon zweistellig getroffen hat und nun von einem Serie-D-Abenteuer mit Virtus Bozen kommt.

Das Ziel

Sportdirektor Joachim Degasperi: „Wir haben viel verändert, deshalb wollen wir den Klassenerhalt so schnell wie möglich unter Dach und Fach bringen und uns im Mittelfeld der Tabelle etablieren.“

Wenn die Mannschaft ein Promi wäre, dann…

Die drei Musketiere. Frei nach dem Motto: Einer für alle, alle für einen. Nach dem Verlust zahlreicher Top-Leute wie Ceravolo oder Bertoldi wird beim Bozner FC das „Mir-sein-mir-Gefühl“ stärker denn je gefordert sein.

Quelle:sportnews.bz