Oberliga 9. Spieltag: Zu Gast beim Schlusslicht

Mister Orsini

Mister Orsini

Fersina Perginese ähnelte im Sommer einem Zugbahnhof. So viele Zu- und Abgänge gab es bei keinem anderen Verein in der Oberliga. Grund dafür ist sicherlich der Abstieg aus der Serie D und das daraus folgende Phänomen, dass Mannschaften im Folgejahr komplett auseinanderfallen. Angefangen beim Präsidenten Putignani, der das Erbe von Peghini antrat und dem neuen Trainer Giuseppe Orsini der anstelle von Improta das Zepter in die Hand nahm, blieben vom Vorjahr nur der Torwart Travaglia und der Mittelfeldspieler Matteo Bazzanella erhalten. Die Neuzugänge  sind Negri (Albiano), Di Mari (Ravinese), Baccega und Baldessari (beide Levico), Zuccatti und Caresia (beide Vattaro), Massimo Orsini (Trient) und Sulejmani (Calisio).

Die Liste der Abgänge liest sich länger als eine Speisekarte. Die Spieler Fabio Bazzanella (Dro), Gorla (Lavis), Tessaro (Levico), Allegretti (Lecco), Micheli (AuroraSeriate), Bartolini, Spanó, Tittarelli, Giardina, Pisani, Rossignoli, Bonomi (Dro), Prünster, Sbuciumelea und Corradi sind ab heuer nicht mehr in der Mannschaft.

FersinaDas letzte Jahr war für Fersina zum Vergessen. Der letzte Platz in der Serie D bedeutete den sofortigen Abstieg in die Oberliga. Lange Zeit sah es so aus als würde sich die Mannschaft komplett auflösen, aber zu guter Letzt hat man doch noch einen Weg gefunden, die Oberliga mit gekürztem Budget zu bewältigen. Vorbei sind die glorreichen Zeiten als noch unsere beiden Spieler Ceravolo und Bertoldi bei den Gelb-Schwarzen spielten und sie damals mit 82! Punkten die Oberliga gewannen.

Fersina muss alles auf ihre Frische und ihre Laufbereitschaft setzen, denn mit nur einem Spieler über 25 Jahren ist es die jüngste Mannschaft die in die Meisterschaft startet. Der erfahrene Coach Giuseppe Orsini wird gefragt sein, aus den teils technisch sehr gut ausgebildeten Jungen, ein kompaktes Gefüge zu formen. Schwachpunkt bei Fersina ist sicherlich die mangelnde Erfahrung vieler Spieler die dem Tempo in der Oberliga noch nicht so richtig Schritt halten können. Vorne  fehlt Ihnen ein Knipser der die Tore macht. Dies macht sich auch in der laufenden Saison bemerkbar, denn mit nur 3 Treffern ist Fersina im Angriff harmlos.

Die Abwehr ist die schwächste der Liga, mit 20 Gegentreffern liegt man an letzter Stelle und kassierte fünf Buden mehr als der Bozner FC. Der einzige Lichtblick in dieser Saison war das 2:2 gegen Calciochiese. Alle anderen Spiele gingen verloren.

Im letzten Spiel gegen Levico setzte es sogar eine 4:0 Klatsche. Der Bozner FC ist gegen der Mannschaft aus dem Valsugana zum Siegen verdammt. Nach der verdienten 4:1 Heimniederlage gegen St.Pauls ist man auf Wiedergutmachung aus, zumal nach Fersina mit Virtus und St. Georgen zwei schwere Spiele auf unsere Mannschaft warten.

Wegen einer Gelbsperre nicht mit dabei ist Sebastian Pichler. „Jack“ Degasperi und Bernd Saltuari stehen verletzungsbedingt immer noch nicht zur Verfügung.