Oberliga 10. Spieltag: Das Lokalderby gegen Virtus Don Bosco

Nach einer starken Rückrunde im letzten Jahr in der Landesliga ist es Virtus DB doch noch gelungen den 2. Platz einzunehmen und somit ein Entscheidungsspiel gegen den AFC Obermais zu erzwingen. Dieses wurde dann im Elfmeterschießen gewonnen und der Aufstieg in die Oberliga war perfekt. Von da an wurde bei Virtus alles umgekrempelt und man rüstete im Sommer sehr stark auf.

Cortese Roberto

Cortese Roberto

Neben Thomas Frendo (Virtus Vecomp Verona), Matteo Tulipano (Salurn), Davide De Vito (Meran), Mattia Rella, Shon Scuttari (beide FC Südtirol Jugend),  Gianmaria Conci, Jonas Clementi (beide Mezzocorona), Simone Nale, Mattia Laghi (beide Bozner FC), Michael Osti (Weinstraße Süd) und Daniele Speziale (Aurora Seriate) ist auch der Trainer neu. An Stelle von Ceron übernahm Roberto Cortese das Ruder bei den Grün-Weißen.

Die vielen hochwertigen Neuverpflichtungen (4 Spieler waren letztes Jahr noch unter den Profis)  forderten natürlich auch zahlreiche Abgänge. Demis Franzoso, Mario Pasquali, Federico Bertoli (alle Bozner Boden), Afrim Umer, Mario Masha, Ashan Saeed (alle Bozen 96), Davide Santachiara, Matteo Santoni (beide Neugries), Marco Zeni, Lorenzo Carosone, Janusch Garzisi (alle Ziel unbekannt), sowie Willy Amofah (Weinstrasse Süd) sind heuer nicht mehr mit an Bord.

Virtus_SpielerVirtus DB hat den qualitativ besten Kader der Liga und ist auch in der Breite sehr gut besetzt. Die Mannschaft ist taktisch, aber auch technisch sehr gut ausgebildet. Frendo ist wahrscheinlich der beste Abwehrspieler der Liga, Speziale und Clementi sind Spieler welche im Amateurbereich eigentlich nichts zu suchen haben und auch im Mittelfeld hat Cortese die Qual der Wahl zwischen Ausnahmekönnern wie Mariz, Conci, Laghi, Tadé oder Rella.

Die Schwachstellen bei diesem Team sind sehr begrenzt. Das Schwierige für den Trainer ist sicherlich die vielen Einzelkönner zu einem eingeschworenen Team zu formen, zumal gute Spieler noch lange keine gute Mannschaft ausmachen. Präsident Oberrauch, sowie sein Vize Zanin haben die Ziele in dieser Saison hoch gesteckt, die Mannschaft ist daher vom Anfang an stark unter Druck. Die exzessive Präsenz in den Medien trägt zu der Erwartungshaltung noch das Seine bei.

Dass man Erfolg nicht mit Geld kaufen kann, hat das erste Meisterschaftsdrittel gezeigt. Mit 3 Unentschieden und 2 Niederlagen gegen die Titelkandidaten St. Georgen und Levico hat Virtus bereits einen beachtlichen Rückstand von 9 Punkten auf die Spitze und darf sich somit keinen Ausrutscher mehr leisten.

Bei Virtus Don Bosco wird der Topscorer Speziale (5 Tore) wegen seiner 4. Gelben Karte am Sonntag gesperrt fehlen. Auf Seiten des Bozner FC ist Matteo Piccoli nach seiner roten Karte gegen Fersina nicht mit von der Partie. Saltuari befindet sich immer noch im Aufbautraining und ob es für Joachim Degasperi bereits für die Startelf reicht wird sich erst kurz vor dem Spiel zeigen.